> Haartransplantation
Bei einer Eigenhaartransplantation werden Anteile der noch vorhandenen Haare nach einem individuellen Plan so versetzt, dass sich eine gleichmäßigere Verteilung ergibt.
Hautbereiche aus dem Hinterhaupt eignen sich besonders für eine Haartransplantation, da dort aufgrund der geringen mechanischen Belastung nur ein geringer Haarausfall stattfindet. Je nachdem, auf welcher Fläche die Haarwurzeln noch unversehrt sind, kann manchmal eine umfassende Eigenhaartransplantation vorgenommen werden, oft jedoch nur eine teilweise Verbesserung des kahlen Zustandes.
> Herpes
Zu den Herpeserkrankungen werden im allgemeinen Sprachgebrauch nur die durch die Herpes-simplex-Viren HSV-1 und HSV-2 ausgelösten Erkrankungen gezählt, nämlich der Herpes simplex.
Herpes Simplex tritt in verschiedenen (nach dem Erscheinungsort der Bläschen benannten) Unterformen auf: Herpes labialis, auch als Fieberbläschen bezeichnet, einer Herpesinfektion im Bereich der Lippen (meistens durch HSV-1 ausgelöst).
Herpes nasalis, ähnlich Herpes labialis, jedoch im Bereich der Nase. Herpes genitalis, eine Herpesinfektion im Bereich der Geschlechtsorgane und Genitalschleimhäute, die zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen gehört (sowohl durch HSV-1 als auch durch HSV-2 ausgelöst). Daher auch recht häufig Herpes sexualis genannt.
Herpes perianalis und Herpes glutealis im Bereich des Anus und Perineums bzw. des Gesäßes. Keratoconjunctivitis herpetica in der Augenbindehaut. Stomatitis herpetica, eine Infektion der Mundschleimhaut. Herpes facialis und Herpes buccalis im Gesicht bzw. an den Wangen.
> Hornzipfel
Hirsuties papillaris penis, exakter Hirsuties papillaris coronae glandis, sind eine Reihe weißlicher, hautfarbener oder rötlicher Papeln, die am Eichelrand bis hin zum Vorhautbändchen des Penis vorkommen. Auf deutsch werden sie gelegentlich auch als Hornzipfel oder Hornzipfelchen bezeichnet.
Weitere Synonyme sind Papillae coronae glandis oder Papillomata coronae glandis. Es handelt sich dabei nicht wie vielfach geglaubt wird um Warzen, eine Missbildung, sexuell übertragbare Krankheit, ein Symptom einer anderen Krankheit oder einen Zustand, der durch mangelnde Hygiene bedingt wäre, sondern vielmehr um einen harmlosen so genannten Atavismus als anatomische Variation. Dieser ist daher auch nicht ansteckend, sondern allenfalls vererbbar.
In Deutschland sind diese Hirsuties mehr oder weniger ausgeprägt bei ca. 10 bis 20 % der Männer zu finden.
> Hyaluronsaeure
Hyaluronsäure (nach neuerer Nomenklatur: Hyaluronan, Abkürzung HA) ist ein Glykosaminoglykan, das einen sehr wichtigen Bestandteil des Bindegewebes darstellt und auch eine Rolle bei der Zellproliferation, Zellwanderung und Tumorentstehung spielt.
Hyaluronsäure erfüllt im Körper viele Funktionen, wobei die zahlreichen verschiedenen chemisch-physikalischen Eigenschaften dieser Verbindung ausgenutzt werden.
Mechanische Funktionen
Wasserspeicherung
Die Hyaluronsäure besitzt die Fähigkeit, relativ zu ihrer Masse sehr große Mengen an Wasser zu binden (bis zu sechs Liter Wasser pro Gramm). So besteht der Glaskörper des Auges zu 98 % aus Wasser, das an nur 2 % Hyaluronsäure gebunden ist.
Druckbeständigkeit
Wasser ist praktisch nicht komprimierbar und gibt diese Eigenschaft auch an hyaluronsäurehaltiges Gewebe weiter, in dem wie oben erwähnt sehr viel Wasser gebunden werden kann. Dies gilt allgemein für große Teile des Bindegewebes, spezielle Bedeutung hat diese Tatsache während der Embryonalentwicklung, wenn feste Strukturen noch nicht entwickelt sind. Ein weiteres bekanntes Beispiel ist der Nucleus pulposus, der Gallertkern der Bandscheiben, der so große Teile des Körpergewichts tragen kann.
Schmiermittel
Die Hyaluronsäure ist Hauptbestandteil der Synovia (Gelenkflüssigkeit) und wirkt als Schmiermittel bei allen Gelenkbewegungen. Sie zeichnet sich hier zusätzlich durch thixotrope Eigenschaften aus: Ihre Viskosität verändert sich mit einwirkenden mechanischen Kräften, genauer nimmt die Viskosität ab, je stärker die Scherkräfte werden.
Zudem ist sie zwar flüssig, aber durch ihre hochmolekulare Gestalt viskos genug, dass sie nicht wie Wasser aus dem Gelenk herausgepresst wird. Zudem "haftet" sie durch chemische Wechselwirkungen und die äußere Form besonders gut am Knorpel des Gelenks.
Wirken nun im Anfang einer Bewegung, zum Beispiel im Kniegelenk bei Absprung oder beim Stehen, starke Druckkräfte auf ein Gelenk, knäulen sich die Moleküle zu Kugeln zusammen und hängen wie in einem Kugellager an der Knorpeloberfläche. Wenn aber eine schnelle Scherbewegung nötig ist, so zum Beispiel beim Lauf, wird die Zähigkeit der Hyaluronsäure wegen ihrer Thixotropie herabgesetzt und die Reibung verringert.
> Hydrogel
Ein Hydrogel ist ein wasserenthaltendes, aber wasserunlösliches Polymer, dessen Moleküle chemisch, z. B. durch kovalente oder ionische Bindungen, oder physikalisch, z. B. durch Verschlaufen der Polymerketten, zu einem dreidimensionalen Netzwerk verknüpft sind. Durch eingebaute hydrophile Polymerkomponenten quellen sie in Wasser unter beträchtlicher Volumenzunahme, ohne aber ihren stofflichen Zusammenhalt zu verlieren.
Hydrogele gewinnen durch ihre Biokompatibilität und gewebeähnliche mechanische Eigenschaften im biomedizinischen Bereich an Bedeutung. Bekannte Beispiele sind weiche Kontaktlinsen (erfunden vom tschechischen Chemiker Otto Wichterle), Intraokularlinsen sowie plastische Implantate. In der Technik besitzen sog. smarte Hydrogele ein enormes Entwicklungspotenzial, da sie über integrierte Aktor-Sensor-Eigenschaften verfügen.
Der Begriff wird auch für wässrige Gele (Gallerte) verwendet, die sich unter dem Einwirken von mechanischen Kräften verflüssigen. Diese sind dann disperse Systeme aus mindestens zwei Komponenten, die zumeist aus einem festen Stoff (Gelier- oder Verdickungsmittel) und Wasser als Dispersionsmittel bestehen.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hydrogel
> Hyperhidrose
Übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrosis)
Schwitzen ist eine natürliche Funktion des Körpers zur Temperaturregulierung. Die Schweißabsonderung wird durch das sympathische Nervensystem gesteuert. Sie kann bei manchen Menschen übermäßig hoch bzw. nicht situationsgemäß sein, d.h. dass man z.B. schon bei leichter Anstrengung oder gar in Ruhe stark zu schwitzen beginnt. Die Schweißabsonderung ist höher als es nötig wäre, um die Körpertemperatur konstant zu halten. Man spricht in diesem Fall von Hyperhidrose.
Die Hyperhidrose kann verschiedene Stellen es Körpers besonders betreffen, so vor allem die Hände (Hyperhidrosis manum, das Gesicht (Hyperhidrosis facialis), die Achseln (Hyperhidrosis axillaris) und die Füße (Hyperhidrosis peduum). Übermäßiges Schwitzen kann im alltäglichen Alltag äußerst störend sein und wird von den Betroffenen als sehr unangenehm empfunden.
Es kann eine enorme Beeinträchtigung der Lebenssituation resultieren. Die Hyperhidrose kann in eine primäre und eine sekundäre Form unterteilt werden. Die Ursachen für die primäre Form sind bis jetzt noch ungeklärt. Sie beginnt jedoch meist schon in der Pubertät, unter anderem durch Stress ausgelöst. Der sekundären Hyperhidrose liegt eine primäre Erkrankung zugrunde. Zu den auslösenden Faktoren zählen endokrine (Schilddrüsenüberfunktion), neurologische (Unfallverletzungen von Nerven), psychische Ursachen und medikamentöse Ursachen (Kortikoide). Folglich müssen bei einer sekundären Hyperhidrose die Ursachen so weit wie möglich bekämpft werden. Beim Vorliegen einer primären Hyperhidrose kann ein Verzicht auf Genussmittel wie Teein, Koffein und Nikotin und auf scharfe Gewürze zu einer Normalisierung des Schwitzen beitragen. Diese Stoffe regen die Schweißproduktion durch Stimulation des Sympathikus an. Auch Entspannungstechniken und das Tragen bestimmter Textilien (aus Naturfasern) können zu einer Besserung der Symptomatik beitragen. Es gibt zudem die Möglichkeit der medikamentösen Behandlung. Wenn konservative Maßnahmen nicht helfen, kann man auch mit operativen Methoden versuchen die Hyperhodrosis zu behandeln.
Mit Botox kommen Sie nicht mehr so leicht ins Schwitzen
Eine Behandlungsmöglichkeit der Hyperhidrosis (übermäßige Schweißproduktion) bietet die Unterspritzung der betroffenen Region mit Botox. Der Begriff leitet sich vom Botulinumtoxin ab, einem Nervengift, dass die Reizweiterleitung stört und so die Schweißbildung unterdrückt. Die Behandlung mit Botulinumtoxin hilft allerdings nur zeitweilig. Ein Nachlassen der Wirkung tritt nach etwa 6 bis 12 Monaten ein. Deshalb muss diese Methode in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.
Das Botulinumtoxin wird an mehreren Stellen in die Haut der betroffenen Stellen (Achselhöhlen, Hände oder Füße) eingespritzt. Das Einbringen der erforderlichen Injektionsnadel verursacht einen leichten Schmerz, ähnlich wie bei einem Mückenstich. Bis sich die Blockade der Nervenimpulse zu den Schweißdrüsen vollständig ausgebreitet hat, vergehen ca. 2 bis 3 Tage. Die Wirkung hält für etwa 3 bis 6 Monate, selten bis zu 12 Monate, an. Die Schweißbildung wird durch das Botulinumtoxin fast vollständig unterdrückt. Sobald die Wirkung aufhört, ist wieder mit der ursprünglichen Schweißbildung zu rechnen. Diese Methode eignet sich besonders für Patienten, die vorallem in den Sommermonaten verstärkt schwitzen. Unter Umständen wird das zu behandelnde Gebiet vor dem Einspritzen von Botox mit einer speziellen Creme oder mit Lokalanästhesie (hand- bzw. Fußblock) betäubt. Die Behandlung mit Botulinumtoxin kann nach heutigem Kenntnisstand mehrfach wiederholt werden, ohne Langzeitschäden zu verursachen. In seltenen Fällen kann es jedoch nach mehrfacher Gabe zu einer Abwehrreaktion des Körpers kommen. In diesem Fall werden Antikörper gegen das Botulinumtoxin gebildet, die es neutralisieren und dadurch wirkungslos machen.
Operative Behandlungsmethoden der Hyperhidrosis
Die operativen Methoden sind vorwiegend für die Behandlung verstärkter Schweißbildung in den Achselhöhlen geeignet. Sie zeigen gute Langzeitergebnisse. Der Eingriff wird meist in örtlicher Betäubung durchgeführt. Auf Wunsch kann man sich zusätzlich in einen leichten Dämmerschlaf versetzen lassen. Die Operation kann jedoch auch in Allgemeinanästhesie (Narkose) durchgeführt werden.
Es gibt verschiedene mehr oder weniger radikale Operationsmethoden. Bei der Exzision der Schweißdrüsen wird ein Teil der schweißdrüsentragenden Haut herausgeschnitten. Die Hautränder werden danach angehoben und die verbliebenen Schweißdrüsen mit der Schere unter Sicht entfernt. Dabei bleibt lediglich ein geringer Rest kleinerer Drüsenanteile in der Haut. Anschließend wird die Haut im Randbereich gedehnt (Mobilisationsplastik) und der Defekt wieder verschlossen. Diese Methode ist die radikalste und wirksamste, hat aber auch höhere Risiken als die anderen. Die Kürettage bezeichnet das Abschaben der Schweißdrüsen. Hierbei wird über einen kleinen Schnitt ein scharfes, ringförmiges Messer unter die Haut geführt. Mit diesem Messer werden die Schweißdrüsen von der „Rückseite“ der Haut, ohne Sichtkontrolle größtenteils „herausgekratzt“.
Da sich bei diem Verfahren, nicht exakt vorhersagen lässt, wie viele der Schweißdrüsen verbleiben, ist mit einem erneuten Auftreten verstärkter Schweißbildung häufiger als beim Herausschneiden der Schweißdrüsen zu rechnen. Des weiteren kann man die Schweißdrüsen auch absaugen lassen. Dieses Verfahren ähnelt der Fettabsaugung (Liposuktion) Zunächst wird eine große Menge eines hochverdünnten lokalen Betäubungsmittels unter die Haut gespritzt. Dadurch hebt sich die Haut vom darunter liegenden Gewebe ab, wodurch tiefer gelegene Nerven, Blut- und Lymphgefäße vor Verletzungen durch die Saugkanülen geschützt werden. Danach werden die Schweißdrüsen mit stumpfen und/oder scharfen Kanülen abgesaugt. Alternative Behandlungsmethoden bieten, allerdings nur bei verstärkten Schwitzen der Hände, die thorakale Sympathektomie, bei der in Narkose auf endoskopischem Wege im Brustkorb der Nerv gezielt aufgesucht und durchtrennt wird, der die Schweißbildung an den Händen reguliert; oder eine Reizstrombehandlung (Iontophorese), die auch an den Füßen angewendet werden kann.
> Haarentfernung
Dauerhafte Haarentfernung
Heutzutage gilt ein zu starker Haarwuchs, vor allem bei Frauen, als unästhetisch. Medien und Marketing bestätigen den Trend zu glatter, haarloser Haut. Gerade im Sommer, wo man gerne viel Haut zeigt, tritt das lästige Problem der Haarentfernung in den Vordergrund. Eine Rasur geht schnell, muss aber alle paar Tage gemacht werden und führt nicht selten, gerade in empfindlichen Bereichen zu Hautirritationen. Eine Epilation hält dagegen mehrere Wochen an, ist jedoch wenn sie mechanisch, d.h. mit Wachs oder einem Epiliergerät erfolgt zeitaufwendig und teilweise schmerzhaft. Chemische Produkte können zu Hautreizungen und Unverträglichkeiten führen und die Haut austrocknen, die im Sommer ohnehin schon einen erhöhten Feuchtigkeitsbedarf hat. Die dauerhafte Haarentfernung bietet dagegen bietet viele Vorteile und kann je nach individuellen Wünschen und Vorraussetzungen mit verschiedenen Methoden durchgeführt werden. Schon nach einer einzigen Sitzung ist eine deutliche Reduktion der Körperbehaarung an den behandelten Stellen sichtbar. Eine regelmäßige Wiederholung der jeweiligen Behandlung bis zum gewünschten Endergebnis führt zu dauerhaft glatter und haarloser Haut und erspart Ihnen von da an eine Menge Zeit, die Sie z.B. in die Suche nach neuen Miniröcken investieren können. Bei der dauerhaften Haarentfernung kommen folgende Methoden zum Einsatz: Laser- und Lichtbehandlungssysteme, ELOS-Technologie (elektro-optische Synergie) und Elektroepilation (Thermolyse, Elektrolyse und Blend-Methode).
Dauerhafte Epilationsverfahren sind nur bei Haaren erfolgreich, die sich in der Wachstumsphase befinden. Insgesamt gibt es drei Phasen der Haarentwicklung, weshalb eine mehrmalige Anwendung dieser Verfahren nötig ist, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Die verschiedenen Wachstumsphasen werden in vier Zyklen unterteilt: Anagenphase (Wachstumsphase), Telogenphase (Ruhephase), Katagenphase (Abbauphase) und Exogenphase (Haarausfall). Es können während der Behandlung nur Haarfollikel verödet werden, die sich in der Wachstumsphase befinden. Das sind ca. 20 bis 30% der Haare, der Rest befindet sich in der Ruhephase. Das Haarwachstum ist abhängig von der ethnischen Herkunft, dem Alter, der Körperregion, dem Hormonverhalten und der Medikamentenzufuhr. Die Körperbehaarung folgt in Bezug auf die Hormonsensibilität anderen Wachstums- und Entwicklungsmodalitäten als das Kopfhaar. Bei der Geburt ist der gesamte menschliche Körper bis auf wenige Ausnahmen vom Primärhaar (Vellushaar) bedeckt. Dieses ist ein markloser, unpigmentierter Flaum. Durch die vermehrte Ausschüttung von Androgenen (männlichen Geschlechtshormonen) wandelt sich das Vellushaar während und nach der Pubertät geschlechtsspezifisch in Terminalhaar um. So entsteht die terminale bzw. erwachsene Körperbehaarung, bei Frauen in der Schamgegend, unter den Achseln sowie an Armen und Beinen. Die Funktion der Körperbehaarung wurde weitestgehend durch das Tragen von Kleidung ersetzt. Sie stellt ein Rudiment des Fells der Säugetiere dar und erfüllt als solches keine wesentliche Funktion mehr. Durch Vergrößerung der Oberfläche unterstützen sie die Temperaturregelung indem sie die Wärmeabgabe erleichtern (z.B. unter den Achseln) oder sie schützen bestimmte Stellen des Körpers (z.B. Schambereich). Außerdem verstärken sie die Sensibilität der Haut, indem sie Berührungen an die Haut weiterleiten, wodurch es zu einem Verstärkereffekt kommt.
Bei der Verwendung von Laserbehandlungssystemen zur dauerhaften Haarentfernung wird das Haar großflächig Laserimpulsen ausgesetzt. Es gibt verschiedene Arten von Lasern, so z.B. länger gepulste (bis 50 Millisekunden) Festkörper- (Alexandrit-, Nd:YAG- oder Rubinlaser) oder Diodenlaser. Das vom Laser erzeugte Licht wird von der Haarwurzel absorbiert und in Wärme umgewandelt. Die lokale Wärmeentwicklung führt zu einer Verödung der Haarwurzel. Die Laserstrahlung wird dabei vom körpereigenen Pigmentfarbstoff Melanin absorbiert, deshalb funktioniert die Lasertechnik auch im Wesentlichen bei dunklen Haaren bzw. Haarfollikeln, die viel Melanin enthalten. Weiße Haare können deshalb mit dieser Methode nicht entfernt werden. Die unter der Haut liegenden Haarwurzeln werden in den entsprechenden Arealen mit einem kurzen, hochenergetischen Laserimpuls bestrahlt. Das Laserlicht wird dabei von einem modernen, computergestützten Mustergenerator erzeugt, der eine schnelle und gleichmäßige Behandlung ermöglicht. Durch eine ständige Kühlung über das Laserfenster ist die Behandlung schmerzarm und die Haut wird gegen unangenehme Reizungen geschützt. Man verspürt bei der Behandlung in der Regel nur einen leichten Schmerz, der etwa einem feinen Nadelstich gleicht, und Ihnen anzeigt, dass der Laserimpuls erfolgreich gesetzt wurde. Da die Lasertherapie schmerzarm ist, kann auf eine örtliche Betäubung in der Regel verzichtet werden. Ein deutlicher Erfolg ist unmittelbar nach der ersten Behandlung noch nicht erkennbar, da die Haarwurzeln nur langsam geschädigt werden. Im Laufe der nächsten Wochen und mit jeder weiteren Behandlungssitzung wird das Ergebnis sichtbar. Die Anzahl der Behandlungen richtet sich dabei nach Haarfarbe, Hautdicke, Stärke und Pigmentierung der Haares sowie der Empfindlichkeit Ihrer Haut.
Zu den Lichtbehandlungssystemen, die für eine dauerhafte Haarentfernung verwendet werden, zählt die IPL-Technologie. Die Abkürzung steht für intensives gepulstes Licht (intensive pilsed light). Die Photoepilation wiird auch als Blitzlampentechnik oder (Xenon-)Pulslichttechnik bezeichnet. Sie zählt zu der neuesten Generation der Haarentfernungssysteme und gilt als alternative Weiterentwicklung der Laserepilation. Die Blitzlampe arbeitet, genau wie der Laser, mit hochenergetischem Licht, jedoch nicht mit einer festen Wellenlänge, sondern mit einem Breitbandspektrum an Licht. Die Emissionswellenlämgen liegen dabei im hautverträglichen Bereich von 550 bis 950 Nanometern (nm) bei einer Impulsdauer von 10 bis 340 Millisekunden. Die Behandlung ist dadurch gewebeschonend, sicher und relativ schmerzarm. Die hochenergetische Blitzlampe erzielt im Gegensatz zum Laser eine bessere Eindringtiefe in die Haut. Durch die kürzer einstellbare Pulsdauer erfolgt mit dem IPL-System eine sichere und schmerzarme Behandlung. Auch große Flächen wie Beine oder Rücken können in relativ kurzer Zeit behandelt werden. Die Blitzlampe basiert auf der Nutzung von intensivem hochenergetischem Pulslicht, das von einer computergesteuerten Xenon-Lampe ausgestrahlt wird. Das Licht wird auf langwelliges Rotlicht, welches unschädlich ist, gefiltert. Dieses wird von dem im Haarschaft und Haarfollikel enthaltenen Pigment (Melanin) absorbiert und dort in Wärme umgewandelt. Der Haarfollikel wird auf etwa 70°C erhitzt, das darin enthaltene Protein verkocht und wird vom Körper aufgelöst, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen. Dieser Vorgang ist jedoch nur in Haarfollikeln möglich, die sich in der Wachstumsphase (Anagenphase) befinden. Die behandelten Haarfollikel werden irreversibel zerstört. Es kann sich kein neues Haar mehr bilden.
> Handverjüngung
Eine typische Altersveränderung der Haut sind bräunliche Verfärbungen, die besonders an Stellen auftreten, die über Jahre hinweg regelmäßig bzw. verstärkt der Sonne ausgesetzt waren. Diese sogenannten Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) entstehen durch Pigmentansammlungen (Lipofuscin) in der Oberhaut, unter anderem am Handrücken und im Gesicht. Als Ausdruck einer Zellschädigung durch langjährige UV-Bestrahlung der Haut wird ihre Entstehung durch häufiges Sonnen begünstigt. Altersflecken sind zwar gutartig und haben demnach keinen Krankheitswert, sind aber wie der Name schon sagt ein Zeichen für das Altern der Haut und stellen deshalb für manche Menschen ein ästhetisches Problem dar.
Sie können bereits ab dem vierzigsten Lebensjahr auftreten und sind im Gegensatz zu Sommersprossen dauerhaft sichtbar. Die Beseitigung von Altersflecken führt zu einer sichtbaren Handverjüngung. Hierfür gibt es verschiedene invasive und nicht-invasive Methoden. Die harmloseste Methode, die aber von kürzester Dauer ist, ist die Camouflage.
Der Begriff bezeichnet eine spezielle Form von besonders gut deckendem Make-up, das jedoch nach jedem Händewaschen neu aufgetragen werden muss. Verständlicherweise stellt die Camouflage für viele Betroffene keine dauerhafte Lösung dar. Weitere Möglichkeiten zur Behandlung von Altersflecken sind die Anwendung von Bleichcremes, mit denen man versucht die bräunlichen Altersflecken zu bleichen oder die Abtragung der obersten Hautschicht, entweder durch mechanisches Abschleifen bei der Dermabrasion oder durch ein Fruchtsäurepeeling. Mit der Kältetherapie, bei der man flüssigen Stickstoff verwendet, erzielt man durch Vereisung der obersten Hautschicht den gleichen Effekt. Die oberste Hautschicht wird zerstört, es bildet sich Schorf und unter diesem neu pigmentierte normale Haut.
Schließlich gibt es noch die Lasertherapie, bei der mit speziellen Lasern (Erbium-YAG-, Alexandrit- oder Rubinlaser) die Pigmente selektiv zerstört und anschließend vom Körper abgebaut werden. Bei dieser Methode zeigt sich der Erfolg jedoch erst nach einigen Wochen bis Monaten, da der Körper Zeit braucht um das Pigment vollständig abzubauen.
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