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Aesthetische Chirurgie an der Brust

Die Brust

Der Weg zum perfekten Busen

Wir haben es längst mitbekommen – Frauen sind beruflich auf dem Vormarsch. In nahezu allen Bereichen, die früher als typische Männerdomänen galten, findet man zunehmend Frauen, sei es beim Fußball, beim Militär oder in der Politik. Um sich zu behaupten muss man selbstbewusst, ehrgeizig und zielstrebig sein. Doch wo bleibt da die Weiblichkeit?
Frauen wollen als Frauen wahrgenommen werden. Und dafür brauchen Sie ohne Zweifel, das was sie als solche kennzeichnet. Was ist nun also sinnlicher und attraktiver als wohlgeformte Brüste, die ebenfalls, oder vielleicht noch viel mehr als beruflicher Erfolg, zu Selbstbewusstsein führen. Ein schöner Busen ist Kunst, in unzähligen Werken verewigt. Eine Brust-OP ist ebenfalls eine Kunst, die heutzutage dank modernster Techniken und sehr gut ausgebildeten Spezialisten zu meisterhaften Ergebnissen führt. Hier lesen sie alle wichtigen Infos sowie nützliche Tipps und Hinweise um ihrem Busen eine neue Form und Ausdruckskraft zu verleihen.

Brust
 

Angst vor dem Verlust der Weiblichkeit

Popstars wie Anastacia und Kylie Minouge haben uns gezeigt: man kann den Brustkrebs bekämpfen und trotz der anstrengenden und schwer in das körperliche und seelische Befinden eingreifenden Therapie wieder lächeln. Die moderne Medizin ermöglicht eine individuelle Therapie, die so hart wie nötig den Tumor bekämpft, dabei aber so präzise und so schonend wie möglich für das gesunde Gewebe wirkt. Wenn aufgrund der Schwere der Erkrankung die Entfernung der Brust nötig ist, kann nach Abschluss der Therapie eine Wiederherstellung der Brust (Brustrekonstruktion) zu neuem Selbstbewusstsein führen und helfen alles hinter sich zu lassen, was man durchstehen musste.
Die Brustaufbau-Operation erfolgt stationär im Krankenhaus unter Vollnarkose und dauert in der Regel 1 bis 3 Stunden. Sie kann aber auch je nach Operationstechnik erheblich länger dauern. Zum Wiederaufbau der Brust können Implantate eingesetzt werden oder es kann körpereigenes Gewebe verwendet werden. Es ist auch möglich beide Varianten zu kombinieren. Ein Implantat kann eingesetzt werden, wenn ausreichend Brusthaut und Unterhautfettgewebe vorhanden ist. Sollte dies nicht der Fall sein, kann einige Monate vorher ein Expander eingesetzt werden um Brusthaut und –muskulatur zu dehnen. Der Expander wird in regelmäßigen Abständen befüllt, bis genügend verschiebbare Haut vorhanden ist um ein Implantat einzusetzen. Durch die Freistellung und Verschiebung von Bauchhaut auf der betroffenen Seite kann ebenfalls eine Weichteiltasche für ein Implantat geformt werden. Weitere Möglichkeiten des Brustaufbaus mit körpereigenem Gewebe bestehen in der Verschiebung von Fettgewebe, Haut und Muskulatur des Rückens oder Verlagerung von Haut-, Fett- und Muskelgewebe des Unterbauchs oder des Gesäßes. Folgendes sollten Sie zur Vorbereitung auf die Brustaufbau-Operation beachten: grundsätzlich sollten Sie gesund und gut erholt sein um den Strapazen einer OP gewachsen zu sein. Ab 14 Tage vor der Brustaufbau-Operation sollten Sie keine gerinnungshemmenden Substanzen, wie z.B. Aspirin, einnehmen. Es könnte sonst während der OP zu stärkeren Blutungen kommen. Fragen Sie hierzu ggf. Ihren Arzt um Rat. Versuchen Sie Ihren Nikotinkonsum so weit wie möglich einzuschränken (Nikotin führt zu Durchblutungsstörungen). Sie können so das Risiko der Bildung von Blutgerinseln senken. Bei verpflanztem Gewebe kann es durch eine Minderdurchblutung zum Absterben kommen, eine Nachoperation wird dann nötig. Zudem kann das verlagerte Gewebe aufgrund unterschiedlicher Farbe und Beschaffenheit auffallen. Alles in allem kann dieser Eingriff, sofern er von erfahrenen Spezialisten durchgeführt wird, in der Regel zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen und so dem Wunsch vieler Patientinnen gerecht werden.


Therapie des Mammakarzinoms

Keine Frage, Diagnose Brustkrebs ist zunächst niederschmetternd. Die Medizin ist jedoch auf dem Gebiet der Tumorforschung enorm weit fortgeschritten. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie multimodale Therapiekonzepte, die teilweise in bundesweiten oder sogar internationalen Studiengruppen nach genau festgelegten, bewährten Therapieschemata systematisch durchgeführt und ausgewertet werden, haben Prognosen, Heilungschancen und Überlebensraten deutlich verbessert.
Wichtig im Vorfeld einer Therapie ist die genaue Tumorklassifizierung und Stadieneinteilung, d.h. im wesentlichen festzustellen, wie weit fortgeschritten die Erkrankung ist. Dabei bezieht man Größe und Ausmaß des Tumors, Begleitsymptome, Lymphknotenbefall und eventuell vorhandene Metastasen mit ein. Nach dieser Einteilung wird das entsprechende Therapiekonzept entworfen. Die Therapie von Brustkrebs besteht in der Regel aus einer operativen Maßnahme, d.h. der Tumorentfernung, möglichst Brust erhaltend, sowie standardmäßig adjuvanter (zusätzlich verabreichter) Strahlentherapie im Anschluss. Diese soll die Entstehung von Lokalrezidiven (Rückfällen) verhindern und evtl. übriggebliebene Tumorzellen abtöten. Was genau dabei mit Ihnen und in Ihrem Körper geschieht, wie Sie durch Ihr eigenes Verhalten den Therapieerfolg verbessern können und was für Folge- und Langzeitschäden eventuell entstehen können, erfahren Sie im Folgenden.

Von A wie Arztgespräch bis Z wie zurück daheim – der Ablauf der Therapie

Nach erfolgreicher Operation und 4 bis 6 Wochen Schonzeit, in der sich der Körper regenerieren und die Wunden heilen können, Erfolg die Überweisung in eine Strahlenklinik. Die Strahlentherapie zählt, ebenso wie ein chirurgischer Eingriff oder noch einfacher gesagt das Auftragen einer Salbe auf die Haut, zu den lokalen, d.h. in ihrer Wirkung auf ein bestimmtes Gebiet begrenzten, therapeutischen Maßnahmen.
Die Strahlung wird auf ein bestimmtes, streng definiertes und genau ausgemessenes Gebiet angewendet. Hierzu wird mittels Computertomografie u.a. bildgebender Verfahren im Computer ein genaues Bestrahlungsfeld erstellt. Die Gesamtdosis der Bestrahlung wird in kleine Einzeldosen aufgeteilt, die täglich angewendet werden. Die Bestrahlung an sich dauert nur wenige Sekunden. Mit der ganzen Vorbereitung, der Wartezeit und der Fahrtzeit müssen Sie je nach Entfernung von der Klinik mit einem unterschiedlich großen täglichen Zeitaufwand über einige Wochen rechnen. Vor der Ersten Behandlungseinheit bespricht Ihr zuständiger Arzt alles in Ruhe mit Ihnen, teilt Ihnen die Bestrahlungsdosis, die Einzeldosen und die Behandlungsdauer mit, erklärt Ihnen Nebenwirkungen und klärt Sie über die Nachsorge auf. Einmal während und auch nach der Therapie erfolgt ein weiteres Gespräch zur Zwischenbilanz bzw. zur Besprechung des weiteren Vorgehens. Wenn alles geklärt ist, geht es in eine Umkleidekabine um den Oberkörper frei zu machen. Von dort aus geht es direkt in den Raum, in dem die Bestrahlung erfolgt. Sie werden auf einer Liege so stabil wie möglich gelagert, denn Sie dürfen sich während der Bestrahlung keinen Millimeter bewegen. Dabei müssen die den Arm der Betroffenen Seite über den Kopf legen. Dann wird ganz exakt das Bestrahlungsfeld eingestellt. Als Hilfslinien dienen feine Lichtstrahlen, die von den Wänden ausgehen und sich an bestimmten Stellen im Raum treffen. Die Brust wird tangential (seitlich an der Brust) aus zwei entgegengesetzten Richtungen bestrahlt, um soviel wie möglich Brustgewebe, aber so wenig wie möglich innere Organe zu treffen. Wenn alles genau eingestellt ist und Sie sicher und halbwegs bequem liegen, verlässt das Personal den Raum. Vom Nebenraum wird die Bestrahlung aktiviert. Nach wenigen Sekunden ist alles vorbei und Sie können sich wieder anziehen. Der kurze Moment allein in diesem Raum mit dem Wissen, das man bestrahlt wird, wirkt auf viele bedrückend. Seien Sie sich dabei immer bewusst, dass im Nebenraum geschultes Personal alles überwacht und durch die hochentwickelte Computertechnologie jegliche Zwischenfälle praktisch ausgeschlossen sind.

Was bewirkt die Strahlung in meinem Körper?

Wir wissen es nur zu gut: Strahlung ist eigentlich etwas Schlechtes. Man wird gewarnt vor dem schädlichen Einfluss der UV-Strahlen des Sonnenlichts, bei der Röntgenuntersuchung sollten Frauen eine Bleischürze tragen um die sensiblen Keimdrüsen zu schützen und die Räumlichkeiten in denen solche Untersuchungen stattfinden, müssen nach bestimmten Vorschriften gebaut und isoliert sein. Was ist nun aber, wenn man sich die Wirkung der Strahlung zunutze macht, um den Brustkrebs zu bekämpfen? Richtet man mehr Schaden an, als dass man Nutzen davon trägt? Ganz und gar nicht!
Tumorgewebe besteht aus veränderten Körperzellen eines bestimmten Gewebetyps, die sich unkontrolliert, ziemlich schnell und in hohem Maße teilen. Die in jeder Zelle vorhandenen Mechanismen zum kontrollierten Herbeiführen des Zelluntergangs sind defekt oder wurden ausgeschaltet, wodurch der Tumor immer größer wird. Zur Zellteilung bedarf es zunächst der Vervielfältigung des genetischen Erbmaterials, der DNS. Strahlung verursacht Schäden an der DNS, sodass diese sich nicht mehr weiter teilen kann und abstirbt. So gehen nach und nach immer mehr Tumorzellen zugrunde. Die Strahlung trifft jedoch zwangsläufig auch die gesunden Zellen. Jede Zelle besitzt Reparaturmechanismen, die Defekte in der DNS aufdecken und korrigieren. Diese Reparaturmechanismen sind in gesunden Zellen sehr viel besser ausgeprägt als in den Tumorzellen. So können sich die gesunden Zellen, die Strahlung abbekommen, regenerieren, während die bestrahlten Tumorzellen immer mehr geschwächt werden, bis sie schließlich absterben. Daher ist es wichtig in regelmäßigen Abständen, jedoch nicht mit zu hoher Einzeldosis zu bestrahlen um ein gutes Kosten-Nutzen- oder besser gesagt Wirkungs-Nebenwirkungs-Verhältnis zu schaffen. In den durch Bestrahlung verursachten DNS-Schäden begründet sich somit auch, warum als Langzeitfolge einer Strahlentherapie ein neuer Tumor entstehen kann.

Ein Risiko bleibt dabei - Folge- und Langzeitschäden

Es gibt nahezu keine Therapie, die völlig risikofrei ist. Schließlich sollen die entsprechend getroffenen Maßnahmen eine Wirkung erzielen. Diese Wirkung so präzise zu gestalten, dass einzig und allein eine Verbesserung der Beschwerden bzw. eine Heilung erfolgt, ist angesichts der Komplexität des menschlichen Organismus schier unmöglich. Man muss also immer bedenken, mit welchem Risiko man „einkauft“, wenn man sich in eine Therapie begibt. Bei der Therapie von Brustkrebs ist dieses Risiko überschaubar und es gibt gute Statistiken von Überlebens- und Rezidivraten (Rückfälle). Es ist jedoch wichtig, darüber Bescheid zu wissen, nicht unbedingt, weil sich dadurch etwas ändert, sondern vielmehr um sich bewusst zu sein, dass die Therapie nicht ohne Folgen bleibt.
Allmählich einsetzende Folgen einer regelmäßigen Bestrahlung der Brust sind Hautveränderungen ähnlich einer intensiven Sonnenexposition. Sie sollten deshalb für die Zeit der Strahlentherapie und auch danach noch auf eine gute Hautpflege achten und die bestrahlten Stellen regelmäßig und gut eincremen, z.B. mit Panthenolcreme. Besuche im Solarium und übermäßige Sonnenexposition sind für mindestens ein Jahr zu vermeiden. Dennoch kann es dazu kommen, dass die Haut nach vielen Jahren derber und trockener wird, sich verhärtet und verfärbt. Nach der OP und als Folge anschließender Bestrahlung kann es häufiger zu Lymphödemen kommen, insbesondere wenn die Lymphknoten der Achselhöhle entfernt wurden. Dabei schwillt der betroffene Arm ernorm an, was zu Schmerzen führt. Verursacht wird dies dadurch, dass die Lymphbahnen bei der Brust-OP zerstört wurden und Flüssigkeit nicht mehr ausreichend aus dem Gewebe abtransportiert wird. Im Operationsgebiet liegt das Nervengeflecht, welches den gesamten Arm und z.T. Schulter und Brust versorgt. Es kann passieren, dass dieser geschädigt wird und es dadurch zu meist zeitlich begrenzten Bewegungseinschränkungen kommt, die mit Physiotherapie behandelt werden. Ein Problem bei der Untersuchung von Langzeitschäden, also von Effekten, die erst Jahre oder gar Jahrzehnte nach der Durchführung einer bestimmten Maßnahme entstehen bzw. sichtbar werden, ist die Vielfältigkeit und Unterschiedlichkeit von Einflussfaktoren, die über Jahre hinweg wirken. Da die Strahlentherapie jedoch eine lokal begrenzte Maßnahme ist, kann man bei Gewebeveränderungen, die im ehemaligen Bestrahlungsfeld auftreten, in diesem Fall also auf der Brust, mit ziemlich hoher Sicherheit einen Bezug zur erfolgten Therapiemaßnahme herstellen. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Gewebeveränderungen, die einem durch die Bestrahlung verursachten Tumor entsprechen, steigt mit jedem Jahr. Unabhängig von der Möglichkeit der Neuentstehung sogenannter Sekundärtumoren (da indirekt durch Brustkrebs bzw. durch dessen Therapie verursacht), die meist aus anderem Gewebe entstehen und daher vom Primärtumor (in diesem Fall Brustkrebs) leicht abzugrenzen und auf die Bestrahlung zurückzuführen sind, liegt die Rezidivrate, also das Wiederauftreten von Brustkrebs bei 1 bis 2 % nach einem Jahr. Die meisten Rezidive (Rückfälle) entstehen in den ersten 3 bis 4 Jahren nach der Erstbehandlung. Es ist möglich, dass nach langer Latenz (Verzögerungszeit) Schäden an inneren Organen durch strahlungsbedingte Umbauprozesse entstehen können. Das Risiko hierfür wird jedoch durch die genaue Einstellung des Bestrahlungsfeldes und der tangentialen (seitlichen) Bestrahlung sehr gering gehalten.

Unsichtbare Nähte

„ Du willst Dich freiwillig unter’s Messer legen?“, so der entsetzte Aufschrei besorgter Freunde und Verwandten. Die Angst vor einem operativen Eingriff ist verständlich, jedoch in vielen Fällen unbegründet. Vor allem die Narbenbildung, die die Entscheidung für eine Brust-OP erschwert, kann mit der richtigen Wahl der Schnitttechnik minimiert werden.
Die gängigste Methode ist ein Schnitt in der Hautfalte unterhalb der Brust. Die entstehende Narbe ist klein, unauffällig und verblasst in der Regel im Laufe der Zeit. Ein weiterer Zugangsweg ist von der Achselhöhle aus möglich. Dieser eignet sich zwar nur für kleine Implantate, dafür entstehen keine Narben im Brustbereich. Schließlich kann das Implantat auch über die Brustwarze eingeführt werden. Es wird entweder ein halbrunder Schnitt am Unterrand der Brustwarze oder ein Schnitt quer über die Brustwarze gesetzt. Diese Methode birgt die meisten Risiken (u.a. deutlich sichtbare Narben) und ist daher nicht zu empfehlen. Das Implantat kann entweder unter der Brustdrüse platziert werden, dann liegt es auf dem großen Brustmuskel oder es kann unter den großen Brustmuskel gelegt werden. Die erste Variante erzielt ein natürlicheres Ergebnis, allerdings kann sich bei sehr schlanken Frauen die Kontur des Implantats abzeichnen, daher sollte die Patientin über genügend Brustgewebe verfügen. Bei der zweiten Variante treten nach der Brust-OP meist stärkere Schmerzen auf (Dehnungsschmerz des Muskels), jedoch ist das Stillen weiterhin möglich, da kein Drüsengewebe zerstört wird.

Welche Arten von Implantaten gibt es?

Worauf es ankommt: schöne Form, natürliches Tragegefühl und selbstverständlich Sicherheit. Brustimplantate gibt es schon seit Beginn der Sechziger Jahre. Seitdem wurde die Technologie ständig weiterentwickelt und verbessert, sodass heutzutage für Sie entsprechend Ihrer persönlichen Wünsche und Vorstellungen sowie Ihrer individuellen Voraussetzungen eine optimale Lösung gefunden werden kann.
Ein Brustimplantat besteht immer aus einer festen Silikonhülle, die meist doppelwandig ist und somit einen hohen Schutz vor mechanischer Belastung bietet. Gefüllt sind die Implantate mit kohäsivem Silikongel oder mit Kochsalzlösung. Alternative Füllungen wie Hydrogel oder Sojaöl sind nicht sicher genug und daher derzeit nicht zu empfehlen. Das Silikongel ist durch seinen speziellen molekularen Aufbau wesentlich dickflüssiger als das früher verwendete Silikonöl. Dadurch kann das Material im Fall einer Beschädigung kaum in das Gewebe übertreten und problemlos ausgetauscht werden. Mit Kochsalzlösung gefüllte Implantate werden erst in den Körper eingebracht und dann befüllt. Das hat den Vorteil, dass ein kleinerer Schnitt ausreicht. Im Laufe der Zeit kann jedoch Flüssigkeit aus dem Implantat austreten. Diese gelangt dann ins umliegende Gewebe, was keine Schädigung mit sich führt, da Kochsalzlösung körpereigen ist (man verwendet sie z.B. auch als Infusion). Allerdings kann es zu Faltenbildung und gluckernden Geräuschen bei Bewegung kommen. Zudem sind kochsalzgefüllte Implantate härter als Silikongefüllte und erzeugen dadurch ein unnatürlicheres Gefühl. Das Tragegefühl hängt jedoch auch von der Form ab. Es gibt tropfenförmige (sog. anatomische) und runde Implantate. Die runden Implantate verhalten sich dabei wie die natürliche Brust, d.h. sie werden im Liegen flacher, während die anatomischen auch im Liegen für eine stehende Brust sorgen. Wofür man sich entscheidet, ist Geschmackssache: den einen wirkt das zu unnatürlich, die anderen finden es besonders sexy. Die Oberfläche der Silikonkissen kann entweder aufgeraut sein, wodurch sie besser mit dem umliegenden Gewebe verwachsen oder glatt und somit besser verschieblich sein, was ein natürlicheres Gefühl erzeugt. Bei rauen Oberflächen besteht zudem eine erhöhte Gefahr einer Kapselverhärtung.


Nützliches zur Vorbereitung

Die wenigsten Operationen sind von eigener Seite gut geplant (von ärztlicher Seite natürlich schon). Wenn man nun also die Möglichkeit hat, sich längerfristig auf einen operativen Eingriff vorzubereiten, sollte man diese auch nutzen und die entsprechenden Vorkehrungen gewissenhaft tätigen. Worauf Sie unbedingt achten müssen und möglichst achten sollten um einen angenehmen, stressfreien und komplikationslosen Krankenhausaufenthalt zu verbringen:
Sie sollten sich in einem guten Allgemeinzustand befinden, das heißt gesund und ausgeruht sein. Körper und Seele sollten sich im Gleichgewicht befinden und alle Fragen bezüglich der bevorstehenden Brust-OP sollten geklärt sein, sodass Sie nicht von möglichen Ängsten und Sorgen gequält werden. Die Brust-OP an sich dauert nur etwa ein bis zwei Stunden. Sie müssen jedoch mit ein bis drei Tagen stationärem Krankenhausaufenthalt rechnen. Ingesamt sollten Sie am besten sieben bis zehn freie Tage einplanen. Bedenken Sie bitte auch, dass Sie anschließend noch einige Zeit körperlich eingeschränkt sein werden. Bevor es losgeht werden in der Regel eine Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung sowie ein Ultrasschall gemacht, um eventuelle Gewebeveränderungen schon vorher zu erkennen. Diese werden in Ihrer behandelnden Klinik durchgeführt. Sie sollten auf gar keinen Fall ab zehn Tage vor der Brust-OP Aspirin oder andere Medikamente zur Blutverdünnung einnehmen. Es besteht sonst, wie übrigens bei jeder OP, die Gefahr unkontrollierter Blutungen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie bezüglich Ihrer Medikamente Ihren Arzt/ Ihre Ärztin oder Ihre/n Apotheker/in. Zu guter letzt sollten Sie versuchen, Ihren Alkohol- und Nikotinkonsum zu minimieren. Das trägt zu einer Verbesserung des Allgemeinzustands bei und entlastet Ihren Körper, der fit sein muss für die geplante Brust-OP.

Wo soll ich es machen lassen?

Eine Brust-OP, die nur bei spezieller Indikation von den Krankenkassen bezahlt wird, ist zu einem erheblichen Teil eine Kostenfrage. Da ist es verlockend sich nach der günstigsten Alternative umzusehen. Die Konkurrenz aus dem Ausland lockt mit Top-Angeboten. Doch liefern Sie auch Top-Qualität?
Gemeint ist damit alles, was den Gesundheitsstandard ausmacht, angefangen von der Ausbildung der Mediziner/innen, über die Ausstattung der Krankenhäuser, den verbindlichen Hygienemaßnahmen bis hin zur lückenlosen Nachsorge. In Deutschland befinden wir uns hierbei zweifelsohne auf einem sehr hohen Niveau. Von einer Billig-Brust-OP im Ausland ist daher dringend abzuraten. Vertrauen Sie lieber auf die Spitzenqualifikation deutscher Ärzte und Ärztinnen. Was Sie bei einer billigeren Brust-OP im Ausland sparen, müssen Sie womöglich hinterher für Korrekturen und Nachsorge mehr ausgeben. Wenn Sie wirklich sparen wollen, achten Sie auf versteckte Zusatzkosten, informieren Sie sich genau in der jeweiligen Klinik und lassen Sie sich den Preis ggf. aufschlüsseln.

Welche Risiken können auftreten?

Eines ist klar: ein medizinischer Eingriff, sei er noch so perfekt geplant und durchgeführt, birgt immer auch gewisse Risiken. Wir wollen Ihnen jedoch keine Angst machen, sondern dem Anspruch einer umfassenden Informierung gerecht werden. Hierzu zählen nun mal auch mögliche Risiken einer Brust-OP. Bedenken Sie jedoch, dass das alles nur mögliche, teilweise sehr seltene Komplikationen sind und eine optimale Vorbereitung sowie gewissenhafte Nachsorge viel dazu beitragen können, die Risiken einer Brust-OP zu minimieren.
Mit allgemeinen OP-Komplikationen wie Nachblutung, Infektionen oder Wundheilungsstörungen muss man immer rechnen. Hierbei ist auf die Bedeutung von Hygienemaßnahmen hinzuweisen, die streng geachtet werden sollten. Zudem ist ein ansonsten gesunder Mensch im Allgemeinen gut in der Lage die Strapazen einer Brust-OP zu verkraften (guter Allgemeinzustand!). Nach der Brust-OP kann es zu Schwellungen, Spannungsgefühlen, Hautverfärbungen und Empfindungsstörungen kommen. Das ist nicht ungewöhnlich, denn in das Gewebe wurde ein Fremdkörper eingebracht, an den es sich erst gewöhnen muss. Auf Fremdkörper reagiert der menschliche Organismus mit der Produktion von Gewebe, welches den Fremdkörper umschließt und abkapselt. Dieses Gewebe kann verhärten, sodass es zu einer sog. Kapselfibrose kommt. Dadurch kann sich die Brust verkleinern und verhärten und es muss ggf. in einer weiteren Brust-OP nachgebessert werden. In einigen Fällen kann es zu einer überschießenden Narbenbildung kommen. Auch das kann durch einen chirurgischen Eingriff korrigiert oder aber konservativ mit speziellen Cremes und Physiotherapie (Massagen) behandelt werden. Durch Unfälle oder grobe Gewalteinwirkung kann es zur Zerstörung des Brust-Implantats kommen. Bei kochsalzgefüllten Brust-Implantaten spricht man von einer Deflation, da die Flüssigkeit ausläuft und sich ins umliegende Gewebe verteilt. Die Brust verliert dadurch ihre Größe, die Flüssigkeit ist für den Körper jedoch ungefährlich. Bei den modernen silikongefüllten Brustimplantaten besteht aufgrund der speziellen Eigenschaften des Materials kaum eine Gefahr der Ausbreitung in das Gewebe. Des Weiteren kann es, vor allem bei Brust-Implantaten, die unter dem großen Brustmuskel liegen, durch Bewegungen des Arms zu Lageveränderungen kommen. Schließlich kann es zu einer zeitweiligen oder auch dauerhaften Einschränkung der Empfindlichkeit der Brustwarze kommen. Das hängt maßgeblich von der OP-Technik und dem Geschick des Operateurs ab. Überlegen Sie sich also gut, wem Sie sich anvertrauen.

Die richtige Nachsorge

Nachdem Sie sich nun also hinreichend über die Brust-OP informiert und alles in die Wege geleitet haben, sollten Sie wissen, dass es mit den zwei bis drei Tagen Krankenhausaufenthalt nicht getan ist. Folgende Tipps und Hinweise sollen Ihnen helfen, sich nach dem Aufwand und den Strapazen durch ein perfektes Ergebnis zu belohnen.
Zunächst ein paar praktische Hinweise, die das Alltagsleben betreffen: Nach ca. 48 Stunden können Sie in der Regel wieder unter die Dusche. Auch das Schlafen ist generell kein Problem. Sie sollten jedoch in den ersten Wochen nach der Brust-OP nicht auf dem Bauch schlafen um die frischen Narben nicht unnötig zu belasten. Sehr empfehlenswert ist es, für vier Wochen rund um die Uhr einen speziellen Stütz-BH zu tragen und für weitere zwei bis drei Wochen zumindest tagsüber. Ein gut sitzender Sport-BH tut es ebenfalls. Auf keinen Fall sollten Sie Push-Up-BHs tragen, da diese Druck auf die nach der OP empfindlichen und womöglich leicht geschwollenen Brüste ausüben. Sie würden Ihnen wahrscheinlich sowieso zu unangenehm sein. Sobald Sie sich wieder fit fühlen, können Sie natürlich Sport treiben. In den ersten drei Monaten nach der Brust-OP sollten Sie jedoch Bewegungen vermeiden, bei denen die Brüste allzu sehr wippen. Auf Sauna und Solarium sollten Sie in den ersten vier Wochen nach der Brust-OP verzichten. Starkes Schwitzen und UV-Strahlen stören die Wundheilung und können u.U. sogar zu Infektionen führen. Wenn Sie die Narben regelmäßig eincremen, z.B. mit Arnika- oder Ringelblumensalbe, und das Gewebe leicht massieren, fördert dies deren Rückbildung und beugt Verhärtungen vor. Es ist ratsam, die Brust regelmäßig selbst abzutasten und ebenso regelmäßig zu den empfohlenen Kontrolluntersuchungen zum Arzt/zur Ärztin zu gehen. Diese sollten nach einem, drei, sechs und zwölf Monaten und danach jährlich stattfinden. Es bleibt noch zu erwähnen , dass die Lebensdauer von Brust-Implantaten nicht unbegrenzt ist, auch wenn manche Hersteller moderner Implantate das behaupten. Das gilt jedoch für jegliche Art von Implantaten und auch hierfür bietet die moderne Medizin selbstverständlich die Möglichkeit einer erneuten Brust-OP.

Quelle: www.bfarm.de

Brustvergrößerung

Vorurteile – Die Gängigsten und was an ihnen dran ist
Alles in der Welt hat Vor- und Nachteile und so gilt es sorgfältig abzuwägen, was einem mehr bringt: Es zu tun oder doch lieber zu lassen. Bei der Entscheidung zu einer Brustvergrößerung stößt man in den Medien, im persönlichen Gespräch und bei den eigenen Überlegungen auf einige Vorurteile gegenüber einem solchen Eingriff. Die Häufigsten wurden hier für Sie zusammengetragen und kritisch betrachtet und sollen Ihnen so eine kleine Hilfe zur Entscheidungsfindung bieten.
Vorurteil Nr. 1: Frauen mit großem Busen haben nichts im Kopf.
Kommentar: Niemand, der auch nur ansatzweise etwas auf sich hält, kann ernsthaft behaupten, dass die Körbchengröße in Zusammenhang mit der Denkleistung steht. Hierfür sind ganz klar andere Faktoren wichtig, wie z.B. Training, Gesundheitszustand und Veranlagung.
Vorurteil Nr. 2: Brustvergrößerungen dienen nur dem Zweck reihenweise Männer abzuschleppen.
Kommentar: Es gibt die verschiedensten Gründe, warum sich Frauen die Brüste vergrößern lassen. Unsere heutige Gesellschaft ist mehr denn je auf Erfolg und Schönheit ausgerichtet. In den meisten Berufen kommt es zu einem nicht unerheblichen Teil auf das Aussehen an. Dies ist sogar häufig eine stark unterschätzte Mehrbelastung für Frauen im Berufsleben, von denen in viel höherem Maße „Schönheit“ verlangt wird.
Vorurteil Nr. 3: Frauen können nach einer Brustvergrößerung nicht mehr stillen.
Kommentar: Das hängt von der OP-Technik ab und ist in der Regel nach einer Brustvergrößerung weiterhin uneingeschränkt möglich.
Vorurteil Nr. 4: Brustvergrößerungen lassen nur junge Frauen machen um mehr Beachtung zu finden.
Kommentar: Es ist eher so, dass sich gerade Frauen mittleren Alters die Brüste vergrößern lassen um die Zeit etwas zurückzudrehen und mit der jungen Konkurrenz mithalten zu können.
Vorurteil Nr. 5: Wenn man nicht vorsichtig ist, können die Implantate bei Krafteinwirkung platzen, sodass das Silikon ausläuft und sich im Körper verteilt.
Kommentar: Die modernen Implantate sind so gebaut, dass sie selbst großer Krafteinwirkung standhalten und die Silikonfüllung ist auf Molekülebene so konzipiert, dass sie nicht auslaufen kann.
Vorurteil Nr.6: Brustvergrößerungen werden nur in Amerika oder bei Stars und Sternchen gemacht.
Kommentar: Brustvergrößerungen sind heutzutage auch in Deutschland längst keine Seltenheit mehr und finden Interessenten in vielen Bevölkerungsschichten.

Vorlieben – Jedem das seine, doch die meisten sind sich einig

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Weise Worte, die nicht immer die nötige Beachtung finden. Was die ideale Brustgröße anbelangt gibt es bei Männer und Frauen jedoch wenig Grund für Auseinandersetzungen. Die Vorstellungen und Wünsche sind sich da ziemlich ähnlich. So dürfte es nicht schwer fallen, sich den Wunsch nach schönen Brüsten zu erfüllen.
Dass viele Männer schöne, wohlgeformte Brüste mögen und gern betrachten steht außer Frage. Und nicht selten genießen Frauen die verstohlenen Blicke. Nur wenige Männer stehen jedoch auf Brüste, die von der Nasenspitze bis zum Bauchnabel reichen. Mann will die Frau dahinter schließlich noch erkennen können. Viel eher wünschen sie sich ein wohlgeformtes Dekolleté, dass zum Rest passen sollte und sie auch nicht überfordert, wenn sie die Herzensdame ausführen. Niemand will eine künstliche Barbiepuppe neben sich haben, der man auf den ersten Blick ansieht, worüber sie sich definiert. Auch Frauen streben bei der Brustvergrößerung nicht „Atombrüste“ à la Dolly Buster an, sondern wünschen sich füllige, sinnliche Brüste, die sexy und trotzdem noch natürlich wirken. Mit Körbchengröße B oder C sind die meisten vollkommen zufrieden. Sie wollen auch, dass eine Brustvergrößerung nicht gleich jedem im näheren Umfeld auffällt und man sich wundert, warum die Brüste von einem Mal auf das andere plötzlich um einiges größer geworden sind. Hier ist es hilfreich, vor der Brust-OP etwas mehr zu pushen und danach erst mal BHs ohne besonderen Vergrößerungseffekt tragen. Frauen wollen einen natürlichen Busen, besonders im Hinblick auf Aussehen und Körpergefühl. Je nach OP-Technik und Wahl der Implantate kann sich die Brust nach der Vergrößerung „echt“ oder etwas härter anfühlen. Von der Wahl der Implantate hängt ebenfalls ab, ob die Brust in Rückenlage spitz nach oben steht oder sich ganz natürlicherweise abflacht. Was die OP-Technik anbelangt bevorzugen Frauen Schnitte unterhalb der Brust, da diese am unauffälligsten sind. Fazit: Die Brüste sollen Aufmerksamkeit erregen, jedoch nicht das einzige sein, was ins Auge fällt.

Vorstellungen – Von Hoffnung und Irrglauben

Obwohl die Medizin heutzutage Beachtliches zu leisten vermag und gerade auf dem Gebiet der Schönheitschirurgie in der vergangenen Zeit eine enorme Entwicklung stattgefunden hat, bewahrt eine realistische Herangehensweise an die Möglichkeiten und Folgen einer Brustvergrößerung vor unnötiger Enttäuschung.
Das bedeutet keineswegs, dass Sie nicht mit dem sichtbaren Ergebnis einer Brustvergrößerung voll und ganz zufrieden sein können. Es braucht nur, wie alles gute im Leben, Zeit. Zeit, bis der Körper die Strapazen der Brust-OP verarbeitet und sich auf die neue Situation eingestellt hat, Zeit bis die Narben abheilen, Sie den Stütz-BH ablegen und wieder oder gerade dann endlich sexy Klamotten mit tiefem Ausschnitt oder rückenfrei (oder beides) tragen können. Auch wird sich Ihr Leben nicht schlagartig verändern und George Clooney oder Brad Pitt Ihnen die Tür einrennen. Schöne Brüste wirken auf Männer anziehend, doch sie sollten nicht die einzigen und schon gar nicht die entscheidenden Kriterien für Attraktivität sein. Bedenken Sie das, wenn Sie auf einmal für jemanden interessant werden, der Sie vorher nicht beachtet hat. Denken Sie bei der Entscheidung über die Größe daran: viel hilft nicht immer viel. Trotz modernster Methoden und hochentwickelter Materialien, die Implantate halten nicht ewig. Sie müssen in der Regel nach 15 Jahren ausgetauscht werden. Überlegen Sie sich gut, welchem Arzt Sie sich anvertrauen. Eine Brustvergrößerung sollte zu Ihrer eigenen Sicherheit und zur Gewährleistung eines guten Ergebnisses nur von gut ausgebildeten und erfahrenen Ärzten mit jahrelanger praktischer Tätigkeit und am besten einer Spezialisierung auf dem Gebiet der Brustvergrößerung durchgeführt werden. Niemand muss mit einem zu kleinen Busen leben. Es ist jedoch gerade bei jungen Patientinnen wichtig zu bedenken, dass das Längenwachstum des Körpers abgeschlossen sein sollte. Letztendlich sollten Sie sich bewusst sein, dass eine Brustvergrößerung ein chirurgischer Eingriff ist, der ebenso wie alle Operationen Risiken mit sich bringt. Das sind alles Hinweise, die es zu berücksichtigen gilt, die Sie aber keineswegs entmutigen sollen. Wenn man nicht zufrieden ist, so kann man klagen oder wagen. Die Entscheidung liegt bei Ihnen – machen Sie was draus!


Große Brüste – Wenn der Blickfang Nr. 1 zum Hindernis wird

Ein prallgefülltes Dekolleté – ein Traum für jeden, der Freude an Formschönheit und Ästhetik hat. Große Brüste gelten gemeinhin als sinnlich, attraktiv und sexy. Doch es gibt viele Frauen die unter Ihren großen Brüsten leiden und sogar ernsthafte gesundheitliche Probleme infolge ihres großen Busens mit sich tragen.
Wie groß ist zu groß? Das ist sicherlich eine Frage des persönlichen Geschmacks und der individuellen Vorlieben. Jedoch setzt uns die Natur nicht nur für die Augen, sondern auch für die Strukturen des Körpers, die die Brüste tragen müssen, Grenzen. Lesen Sie im Folgenden, welche Probleme ein zu großer Busen bereitet und wie man dem Abhilfe schaffen kann.

Wenn der Busen zur Last wird

Wir schleppen viel mit uns rum: volle Einkaufstüten, Rucksäcke, Aktenkoffer, Handtaschen. All das belastet unseren Körper, doch es lässt sich nicht vermeiden und irgendwann kann man ja zum Glück das schwere Gepäck abstellen, sich einmal lang machen und entspannt aufatmen. Was aber, wenn das nicht geht, da die Last, die wir tragen zu unserem eigenen Körper gehört?
Die Wirbelsäule ist der zentrale Stützpfeiler in unserem Körper. Sie besteht aus aufeinander gestapelten Einzelknochen (Wirbelkörper), zwischen denen Knorpelscheiben liegen. Diese sorgen für eine gute Beweglichkeit und dienen zur Pufferung und Stoßdämpfung. Auf die Wirbelsäule wirken tagtäglich die unterschiedlichsten Zug- und Druckkräfte, denen sie standhalten muss um ihre Stütz- und Haltefunktion zu erfüllen. Zu starke oder zu einseitige Belastungen können zu Abnutzungserscheinungen und Verformungen führen, die sich in schlimmen Schmerzen äußern. Eine solche einseitige Belastung nach vorn entsteht u.a. durch zu große und somit zu schwere Brüste. Ein Beispiel: Bei einem Größenzuwachs von 500g je Brust, wird die Rückenmuskulatur mit ca. 20 kg mehr belastet, die von ihr den ganzen Tag gehalten werden müssen und die natürlich auch auf die Wirbelsäule wirken. Wenn man Bauch- oder Rückenlage mit einem Belastungsgrad von 1 auf die Wirbelsäule definiert, so verdoppelt sich dieser bereits in der Seitenlage. Im Stehen läge der Belastungsgrad dann schon bei 4 und im Sitzen sogar bei 8. Das bedeutet bei sitzenden Tätigkeiten, die heutzutage den Alltag von Vielen bestimmen, wirkt zusätzlich eine achtfache Belastung auf die Wirbelsäule. Eine solche Belastung führt zweifelsohne früher oder später zu Verspannungen und Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich, sogar Kopfschmerzen können die Folge sein.

Einflüsse auf die Brustgröße

Die Brust einer erwachsenen Frau unterliegt regelmäßigen zyklischen (wiederkehrenden) Veränderungen, die auf die Vorbereitung des Körpers auf eine mögliche Schwangerschaft zurückzuführen sind und daher mit der Regelblutung in Zusammenhang stehen. Diese Veränderungen gehen mit Schwankungen der Brustgröße einher und werden hormonell gesteuert.
Die weiblichen Sexualhormone (Botenstoffe des Körpers, die verschiene Vorgänge steuern) sorgen für das Wachstum des Gewebes, das für die Milchproduktion zuständig ist. Zudem kommt es nach dem Eisprung zu vermehrter Wassereinlagerung. Die Brüste schwellen an und es kann kurz vor der Periode zu Spannungs- und Schweregefühl sowie erhöhter Berührungsempfindlichkeit bis hin zu Schmerzen kommen. Mit der Regelblutung klingen die Beschwerden ab, die Brust wird wieder kleiner und weich. Hormone sind ebenso für das teils enorme Brustwachstum während und nach der Schwangerschaft verantwortlich. Die Brust bereitet sich auf die Ernährungsfunktion des Neugeborenen vor indem das Wachstum der Milchdrüsen angeregt wird. Die Brüste werden dadurch größer und fester, die Brustwarzen werden dunkler und richten sich auf. Nach dem Abstillen kann die Brust wieder auf die ursprüngliche Größe zurückgehen. Sie kann aber auch die Größe beibehalten oder sogar kleiner werden, als sie vor der Schwangerschaft war. Häufig verliert die Brust ihre Festigkeit. Die Pille als ein hormonelles Verhütungsmittel kann ebenfalls eine Vergrößerung der Brust herbeiführen, da sie genau diejenigen Hormone enthält, die das Brustwachstum anregen.

Haltung bewahren

Ein zu großer Busen kann zu Fehlhaltungen und daraus resultierenden Schmerzen führen. Doch auch seelische Belastungen wie Unwohlsein im eigenen Körper und ein vermindertes Selbstwertgefühl üben einen Druck aus, der sich in der Körperhaltung widerspiegeln kann. Was tun, wenn einen aufgrund sehr großer Brüste Rückenschmerzen plagen und man den Eindruck hat, der Bauchnabel sei zwischen die Brüste gewandert?
Unbedingt empfehlenswert sind gut sitzende Stütz-BHs mit breiten Trägern, die nicht einschneiden, und festen Körbchen, die durch ihre spezielle Verarbeitung den Busen optisch verkleinern. Diese sogenannten Minimizer sind in Fachgeschäften, aber auch im Versandhandel erhältlich. Ein Sport-BH gibt ebenfalls festen halt und ist aus speziellem atmungsaktivem und widerstandsfähigem Material. Beim Thema Sport ist unbedingt zu erwähnen, dass man auf die Wahl einer geeigneten Sportart achten sollte. Joggen ist zwar im Allgemeinen ein sehr gutes Konditionstraining und gut geeignet zur Gewichtsreduktion, jedoch erfolgt eine ziemliche Belastung der großen Gelenke einschließlich der Wirbelsäule, die jede Bewegung abfedern muss. Zudem übt das Auf- und Abwippen der Brüste einen erheblichen Zug auf die Körperachse und auf das Gewebe an sich aus und ist den meisten Frauen ohnehin unangenehm. Wesentlich schonender, aber ebenso effektiv was den Trainingseffekt betrifft, ist dagegen Schwimmen. Die Muskeln des ganzen Körpers werden dabei angesprochen, das Gewicht hingegen wird vom Wasser und nicht von der Wirbelsäule getragen. Spezielle Übungen zur Bruststraffung haben nur eine eingeschränkte Wirkung, da durch sie lediglich der Brustmuskel, nicht jedoch das hormongesteuerte Milchdrüsengewebe oder das darüberliegende Haut- und Unterhautfettgewebe angesprochen werden kann. Dagegen kann es nicht schaden die Rücken- und Schulter-Nackenmuskulatur zu trainieren und so eine Kräftigung und Haltungsverbesserung zu erzielen. Auch die vielgepriesene Wirkung hautstraffender Cremes und –lotionen ist mit Vorsicht zu genießen. Gedehntes und erschlafftes Gewebe kann durch chemische Substanzen nur minimal beeinflusst werden ohne dass es zu einer Schädigung kommt.

Eine Brustverkleinerung kann helfen

Sich mehr oder weniger freiwillig für einen operativen Eingriff zu entscheiden, ist nicht leicht und sollte daher wohl überlegt sein. Man sollte jedoch bei aller Vorsicht nicht die psychische Entlastung und die Verbesserung der Lebensqualität die eine Brustverkleinerung mit sich bringen kann außer Acht lassen. Sollten Sie sich zu diesem Schritt in ein leichteres Leben entschließen, erfahren Sie hier was Sie im Vorfeld einer Brustverkleinerung wissen und beachten sollten.
Die Brustverkleinerung erfolg in der Regel stationär unter Vollnarkose, in seltenen Fällen kann sie auch ambulant durchgeführt werden. Sie sollten mit 1-3 Tagen Krankenhausaufenthalt rechnen und bedenken, dass Sie nach der Entlassung aus dem Krankenhaus noch Zeit brauchen, bis Sie wieder fit sind. Die OP an sich dauert ca. 2-3 Std. Vor der OP werden die Brüste vermessen und die Schnitte auf die Haut aufgezeichnet. Dann werden Teile der äußeren Haut und evtl. auch des dazugehörigen Unterhautfettgewebes entfernt. Die Schnittränder werden zusammengeführt und vernäht, wobei die Brustwarze angehoben wird. Im Zuge einer Brustverkleinerung können auch bestehende Asymmetrien ausgeglichen werden. Folgendes sollten Sie zur Vorbereitung auf die Brustverkleinerung beachten: grundsätzlich sollten Sie gesund und gut erholt sein um den Strapazen einer OP gewachsen zu sein. Ab 14 Tage vor der Brustverkleinerung sollten Sie keine gerinnungshemmenden Substanzen, wie z.B. Aspirin, einnehmen. Es könnte sonst während der OP zu stärkeren Blutungen kommen. Fragen Sie hierzu ggf. Ihren Arzt um Rat. Versuchen Sie Ihren Nikotinkonsum so weit wie möglich einzuschränken (Nikotin führt zu Durchblutungsstörungen). Sie können so das Risiko der Bildung von Blutgerinseln senken. Da eine starke Gewichtsabnahme nach der Brustverkleinerung zu einer erneuten Erschlaffung der Brüste führt, sollten Sie womöglich schon vor der Brustverkleinerung Ihr Körpergewicht optimieren. In einigen Fällen werden vor der Brustverkleinerung eine Mammografie und eine Ultraschalluntersuchung zur Vorsorge durchgeführt. Besprechen Sie diese Maßnahmen mit Ihrem Arzt. Die Stillfähigkeit kann nach der OP beeinträchtigt sein. Zudem unterliegt die Brustgröße während und nach einer Schwangerschaft starken Schwankungen. Deshalb sollte ein solcher Eingriff erst nach Abschluss der Familienplanung in Betracht gezogen werden. Es entstehen Narben, die je nach Veranlagung mehr oder weniger deutlich ausgeprägt sind. Sie können diese mit speziellen Cremes behandeln. Außerdem müssen Sie nach der Brustverkleinerung für ca. 6 Wochen rund um die Uhr einen Stütz-BH tragen um die Formgebung der Brüste positiv zu beeinflussen und übermäßiger Narbenbildung vorzubeugen. Vermeiden Sie für 6 Monate nach der OP Sonnenbestrahlung auf die operierte Haut, gleiches gilt fürs Solarium.

Diagnose Brustkrebs – immer häufiger wird sie gestellt.

So stellen Sie sich diesem Schicksal

Das Mamma-Karzinom ist der häufigste bösartige Tumor bei Frauen in der westlichen Welt. Als Risikofaktoren gelten familiäre Belastung, Kinderlosigkeit, fettreiche Ernährung, wenig körperliche Bewegung sowie erhöhter Alkoholkonsum. Auch der Einfluss der weiblichen Geschlechtshormone scheint in engem Zusammenhang mit der Entstehung von Brustkrebs zu stehen.
Man unterscheidet zwischen duktalen (von den Milchgängen ausgehend) und lobulären (vom Drüsengewebe ausgehend) Tumoren, wobei Erstere häufiger auftreten. Zur genaueren Lagebestimmung eines Tumors wird die Brust in vier Quadranten (rechteckige Felder) eingeteilt, deren Grenzen sich rechtwinklig in der Brustwarze treffen. Das Ziel der modernen Tumortherapie ist Brust erhaltend zu operieren. Je nach vorherrschender Lehrmeinung wird dabei nur der Tumor mit Sicherheitssaum, der betroffene Drüsenlappen oder das ganze Feld (nach o.g. Einteilung) entfernt. Wenn der Tumor jedoch zu groß ist oder mehrere Quadranten betroffen sind, führt kein Weg an der kompletten Brustentfernung (Mastektomie) vorbei. Auf eine Operation folgt standardmäßig eine Strahlentherapie mit einer Gesamtdosis von 50 Gy (Grey, Maßeinheit für die Strahlungsenergie), die in tägliche Einzeldosen von 2 bis 3 Grey über ca. fünf Wochen aufgeteilt wird. Danach bleiben die Patientinnen unter regelmäßigen, engmaschigen Kontrollen um ggf. Rezidive (Rückfälle) frühzeitig zu erkennen und erneut zu therapieren.

Die richtige Vorsorge

Je früher ein Tumor erkannt wird, desto effektiver kann man ihn therapieren und desto besser sind die Heilungschancen. Daher ist es besonders wichtig für Frauen regelmäßig einmal im Jahr zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen. Zusätzlich sollten Frauen einmal im Monat, möglichst nach der Regelblutung, die Brust selbst abtasten.
Zur Selbstuntersuchung der Brust gehört vor allem eins: Ruhe, Zeit und Gelassenheit. Stellen Sie sich zunächst gerade und mit seitlich herabhängenden Armen vor den Spiegel. Betrachten Sie Ihre Brust und achten Sie dabei auf auffällige Unterschiede im Seitenvergleich (geringe Größenunterschiede sind normal und kommen häufig vor), Einziehungen der Haut oder der Brustwarze, Vorwölbungen oder sonstige sichtbare Hautveränderungen. Wiederholen Sie das Ganze mit hinter den Kopf gelegten Armen. Bei Auftreten von Hautveränderungen wie Rötung und Schuppung sowie Juckreiz an und um die Brustwarze sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen. Lernen Sie die Beschaffenheit des Brustgewebes, sowohl oberflächlich als auch in der Tiefe kennen, indem Sie mit den flach aufgelegten Fingerspitzen unterschiedlich starken Druck ausüben. Erschrecken Sie nicht bei jeder Unregelmäßigkeit, die Festigkeit der Brüste ändert sich während des Zyklus (nach der Monatsblutung sind die Brüste besonders weich, daher ist dies der geeignete Zeitpunkt zur Tastuntersuchung). Mit der Zeit kommt auch die Übung, so dass es Ihnen leichter fallen wird, bestimmte Verhärtungen als ungewöhnlich einzuschätzen. Tasten Sie jedes Viertel der Brust von außen zur Brustwarze hin ab, zunächst mit seitlich herabhängenden Armen. Prüfen Sie durch sanften Druck, ob Flüssigkeit aus der Brustwarze tritt. Legen Sie dann die Arme hinter den Kopf und wiederholen das Ganze, wobei Sie nun auch die Achselhöhlen abtasten. Dort befinden sich Lymphknoten, die z.B. auch geschwollen und somit tastbar sein können, wenn man eine Infektion hat. Zum Schluss sollte die Tastuntersuchung im Liegen durchgeführt werden, da durch den Lagewechsel versteckte Verhärtungen zum Vorschein kommen können. Bedenken Sie bitte immer: Nicht jede Auffälligkeit bedeutet also, dass Sie Brustkrebs haben, wohl aber, dass Sie einen Termin mit Ihrem Frauenarzt/Ihrer Frauenärztin ausmachen sollten. Er/Sie wird Sie dann auch noch einmal eingehend untersuchen und ggf. weitere Maßnahmen wie Mammografie und/oder Ultraschall durchführen. Die Mammografie gehört ohnehin in Deutschland zu den empfohlenen Früherkennungsuntersuchungen und wir für Frauen ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig alle zwei Jahre angeboten.

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